01.04.2020
Ann-Kathrin Leip
Lesezeit: 3 Min.

#stayathome – Arbeiten aus dem Home-Office in Zeiten von Corona

Auf Grund der Corona-Situation arbeite ich, wie viele Kolleginnen und Kollegen der BayTM aktuell von zu Hause aus. Wie ich diese Umstellung mit all ihren positiven und negativen Seiten in den ersten Tagen erlebt habe, lest ihr hier.

Natürlich ist das Arbeiten von zu Hause erst einmal eine Veränderung. Man hält sich auch während der Arbeitszeit in seinem privaten Bereich auf, die Abwechslung durch den Arbeitsweg (egal ob per Rad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto) entfällt und auch der schnelle Austausch mit den Kollegen über den Flur und zum Kaffeeklatsch in der Gemeinschaftsküche ist auf einmal nicht mehr möglich.

Aber was bedeutet Home-Office konkret für meine tägliche Arbeit? Um darauf eine Antwort geben zu können, ist es natürlich wichtig zu wissen, welche Tätigkeit ich bei der BayTM ausübe. Meine Kollegin Helena Götze und ich betreuen zusammen in der Abteilung Key-Account- und Partnermanagement all unsere bayerischen Partner. Dazu zählen unter anderem die vier Regionalverbände, DMOs, Hotels oder auch Freizeitveranstalter. Im persönlichen Gespräch (meist vor-Ort) stellen wir unsere Arbeit als LMO sowie die von der BayTM bearbeiteten Themen und Projekte vor. Gleichzeitig erfahren wir im Austausch etwas über die jeweiligen Partner – wie beispielsweise deren Organisationsstruktur, ihre Zielgruppe(n) oder Marketing-Themen.

Leider sind persönliche Termine im Moment ja nicht möglich und lassen sich auch nur schwer digital ersetzen. Beim Netzwerken geht es schließlich auch um den persönlichen Kontakt. Aus diesem Grund beschäftige ich mich momentan schon mit der Zeit nach Corona. Welche Termine werden geplant und wie können diese zeitlich gelegt werden? Welche Termine lassen sich zu einer Route zusammenfassen, um die Fahrtstrecke sinnvoll zu nutzen? Dazu zählt natürlich auch, zu überlegen, welche Themen dann bei den Partnern, die wir ansprechen, relevant sind und wie wir diese entsprechend vorbereiten können.

Parallel dazu unterstütze ich die Kolleginnen und Kollegen in anderen Abteilungen, die aktuell mehr Kapazitäten benötigen. Zum Beispiel im Bereich Social Media: Hier helfe ich beim Community-Management unserer Facebook-Seiten und den beiden Instagram-Kanälen. Gleichzeitig sind auch bereits die Maßnahmenplanungen für das nächste Jahr angelaufen. Dafür arbeiten wir normalerweise in Gruppen zusammen, was nicht so einfach ist, wenn man an so vielen verschiedenen Orten sitzt. Da die BayTM aber bereits im vergangenen Jahr auf Office 365 umgestellt hat, was das „Mobile Arbeiten“ stark unterstützt, ist auch das kein Problem mehr. Mit der integrierten App „Teams“ können wir eine Art digitalen Gruppentisch bilden, um gemeinsam (ohne am gleichen Ort zu sein) einen Ideenfindungsprozess zu koordinieren.

Die aktuelle Situation entwickelt sich bekannterweise sehr schnell. Regeln von heute können morgen bereits nicht mehr gültig sein. Um uns allen den gleichen Wissensstand zu ermöglichen, gibt es jeden Tag zur gleichen Zeit ein kurzes Update der Geschäftsführung und der Teamkollegen. Dabei werden bei Bedarf die bisherigen Maßnahmen angepasst, die neuesten, arbeitsrelevanten Informationen weitergeben oder auch einfach die Zeit genutzt, um offene Fragen zu klären.

Und um schließlich den eingangs erwähnten Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen nicht zu vernachlässigen, haben wir einen virtuellen Kaffeeklatsch ins Leben gerufen. Für eine halbe Stunde wird der Video-Chat aus diesem Grund für einen privaten Plausch mit allen Kollegen genutzt. Statt eines Stifts und der Maus lediglich mit einer BayTM-Kaffeetasse bewaffnet, wird sich dabei über alles Mögliche ausgetauscht. Von der Wohnungsbesichtigung über die Gartenführung bis hin zu Tipps für den nächsten Kuchen oder das Mittagessen war bereits alles dabei.

Seit dem Studium ist es aktuell das erste Mal, dass ich über einen längeren Zeitraum von zu Hause aus arbeite. Für mich haben sich dadurch bereits in den letzten zwei Wochen einige Learnings herauskristallisiert, die vielleicht auch anderen in der gleichen Situation weiterhelfen können:

  • Viel Telefonieren: Die Kommunikation untereinander ist besonders wichtig. Wir telefonieren deutlich mehr als zu „normalen“ Bürozeiten. Nur so ist es möglich, den Wissenstransfer aufrechtzuerhalten.
  • Feste Strukturen: Um ein Gefühl für mein Arbeits-Ich zu bekommen, habe ich mir klare Strukturen vorgegeben. Dazu zählen feste Arbeitszeiten, (dabei natürlich nicht die Mittagspause oder den Gang zur Kaffeemaschine vergessen 😉), ein Arbeitsplatz, der im besten Fall nicht während der Freizeit genutzt wird, (sodass die Arbeitsmaterialien, wie im Büro, liegen bleiben können) und auch ein arbeitsfähiges Outfit (Stichwort Videokonferenz 😉).
  • Tagesplan: Ebenso finde ich eine Art Stundenplan für den Tag hilfreich, in dem ich mir die verschiedenen Projekte und Themen strukturiert habe.
  • Flexibilität: Da die Lage ständig variiert und somit Projekten schnell eine andere Bedeutung zugewiesen werden kann, ist auch ein schnelles Agieren von Bedeutung. Die obigen Punkte dürfen nicht zu starr festgeschrieben sein.

PS: Besonders traurig im Moment ist die fehlende Freude über die Nachricht: „Kuchen steht in der Küche, lasst ihn euch schmecken!“ 😉

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Ann-Kathrin Leip

Ann-Kathrin Leip betreut als Junior Manager den Bereich Key-Account- und Partnermanagement mit. Sie koordiniert die Austausch-Termine mit unseren bayerischen Partnern und ist auch selbst in Bayern unterwegs. Gemeinsam mit Helena Götze (Abteilungsleitung) hat sie im letzten Jahr die Veranstaltungsreihe „TOURISMUS NETZWERK BAYERN“ mit aufgebaut, um bayerischen Partnern eine Plattform zum Netzwerken zu bieten.

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