Von Bayer*innen für Bayern: Nachhaltige Destinationsentwicklung neu gedacht

Pressemeldung

Gemeinsam mit über 30 Akteur*innen des bayerischen Tourismus und dem internationalen Beraternetzwerk Realizing Progress hat sich die Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM) auf den Weg gemacht, die Transformation des Bayerntourismus in Richtung Nachhaltigkeit voranzutreiben. Erster Meilenstein: Eine Matrix für nachhaltige Destinationsentwicklung.

Bayern-Botschafterin Sophie Mische am unteren Gaisalpsee
© erlebe.bayern – Gert Krautbauer

Mit dem Ziel, ein System zu entwickeln, mit dem sich Nachhaltigkeit ganzheitlich und konkret im bayerischen Tourismus verankern und vorantreiben lässt, ist die BayTM unter Begleitung von Realizing Progress in einen mehrstufigen Prozess gestartet. „Die nachhaltige Entwicklung des bayerischen Tourismus ist die Grundlage für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft unserer Destination. Für uns war daher von Anfang an klar, dass es für ein Vorhaben dieser Größe und Wichtigkeit einen gemeinsamen Prozess und eine breite Akzeptanz braucht. Wir wollen nicht nur den Status Quo dokumentieren, sondern ein neues Mind-Set bei den touristischen Akteuren etablieren“, erläutert BayTM-Geschäftsführerin Barbara Radomski.

Die Matrix für nachhaltige Destinationsentwicklung ist das Ergebnis eines zweitägigen Workshops mit Vertreter*innen aus den bayerischen Regionen, des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, aus der Forschung und Leistungsträger*innen. Sie definiert in 20 Handlungsfeldern Leitlinien, die den touristischen Akteur*innen im gesamten Freistaat konkrete Impulse geben, wie sich Nachhaltigkeit im Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem sowie in Anlehnung an die SDGs der Vereinten Nationen in der eigenen Region und in den eigenen Strukturen verankern lässt. „Nachhaltigkeit ist in aller Munde, wird jedoch oft auf ökologische Aspekte reduziert. Für Bayern war klar, Nachhaltigkeit muss auch einen hohen sozialen Stellenwert haben. Die Gemeinwohl-Matrix der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung stellte sich als geeignetes Werkzeug heraus, da es diese Anforderung berücksichtigt. Diese haben wir für unsere Zwecke übersetzt und für das Themenfeld der nachhaltigen Destinationsentwicklung weiterentwickelt“, erklärt Florian Bauhuber, Geschäftsführer von Realizing Progress, die Entstehung der Matrix für nachhaltige Destinationsentwicklung.

Vorausgegangen ist ihr die Erarbeitung einer gemeinsamen Vision. Die beteiligten Akteur*innen waren sich einig, dass der Tourismus nicht länger als abgeschlossener Sektor, sondern als glaubwürdiger Lebensraumgestalter gesehen werden muss. Als Querschnittsbranche trägt er Verantwortung für das Allgemeinwohl, das eine hohe Lebensqualität sowohl für Einheimische als auch für Gäste gleichermaßen im Blick hat. „Eine gemeinsame Vision und einen gemeinsamen Weg für den gesamten Tourismus im Freistaat zu erarbeiten, war für uns alle echte Pionierarbeit. Wir können stolz sein, auf das, was wir bisher geschafft haben. Darauf sollten wir uns aber nicht ausruhen. Wir wollen die Akteure auch auf ihrem weiteren Weg unterstützen und arbeiten an zusätzlichen Hilfestellungen entlang der Matrix“, sagt Radomski abschließend.

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