B2 – Schutz von Natur und Umwelt als Grundlage für langfristigen Erfolg

Der Schutz von Umwelt und Natur ist ein wichtiges Standortkapital der Destination und damit auch gemeinsame Verantwortung von Geschäftsstelle, Entscheidungsorganen und Geldgebern. Das erfordert ein gemeinsames Verständnis, Entscheidungen mit Blick auf Klima-, Arten- und Landschaftsschutz und Sorge für Erholungsqualität. Ökologische Leitplanken und Anpassungen an kommende Klimaveränderungen werden bei Projekten von Anfang an mitgedacht – nicht erst im Nachgang.

Mit diesen Themen solltet ihr euch beschäftigen

  • Gemeinsames Naturverständnis in Gremien und Organisation verankern
    Entscheidungsgremien und Organisation entwickeln und teilen ein gemeinsames Verständnis davon, warum Natur- und Umweltschutz zentrale Voraussetzungen für langfristige Wertschöpfung und Lebensqualität sind.
  • Rollen in Umwelt- und Naturschutzfragen klar definieren
    Die Rolle der DMO in Umwelt-, Naturschutz- und Forstthemen ist eindeutig geklärt, etwa als Impulsgeberin, Vermittlerin, Beteiligte in Verfahren oder Unterstützerin von Projekten.
  • Umweltziele strategisch verankern und berücksichtigen
    Ziele zu Klima-, Arten- und Landschaftsschutz sowie zur Erholungsqualität sind klar benannt, in der Strategie der DMO verankert und werden bei Entscheidungen systematisch berücksichtigt.

Diese Fragen könnt ihr euch außerdem stellen

  • Wie gut gelingt es, Natur- und Umweltschutz nicht als Gegenpol zum erfolgreichen Tourismus, sondern als Grundlage für langfristigen touristischen Erfolg zu vermitteln?
  • Welche Auswirkungen des Klimawandels sind in der Destination bereits spürbar oder absehbar – etwa veränderte Saisonzeiten, fehlende Schneesicherheit oder Extremwetterereignisse? Wie kann die DMO darauf reagieren?

Wie macht das die Sonnenhügel Tourismus GmbH?

Auf dem lokalen Tourismustag und in den Treffen des Aufsichtsrats gibt es seit kurzem die neue Rubrik „Wie geht’s eigentlich unserer Natur?”. Darin werden Kennzahlen zur Wasserqualität, zum Zustand des Waldes und zur Artenvielfalt besprochen.

 

Diese Kennzahlen wurden vor drei Jahren in einem gemeinschaftlichen Prozess mit Mitgliedern des Aufsichtsrats erarbeitet. Seitdem werden sie kontinuierlich erfasst und als feste Leitplanken in Planungen und Beschlüsse einbezogen – damit Naturziele auch dann im Blick bleiben, wenn es schnell gehen muss.

Das wird konkret, als eine Investorin den Bau eines Hotels am Rand eines landschaftlich sensiblen Gebiets plant. Katharina Seidl bereitet die unterschiedlichen Perspektiven für den Aufsichtsrat so auf, dass eine fundierte Abwägung möglich ist: ökologische Prüfungen, wirtschaftliche Erwartungen und die Anliegen der Bevölkerung liegen transparent auf dem Tisch. In einer Sitzung beantwortet sie Fragen, klärt rote Linien und zeigt Optionen auf, die ökonomische Nutzung ermöglichen, ohne den Naturraum zu überfordern.

 

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