B3- Verantwortungsvolles Wirtschaften

Eine zukunftsfähige DMO definiert gemeinsam mit Entscheidungsgremien und Geldgebern wirtschaftliche Ziele, die zu Erlebnis- und Lebensqualität beitragen. Der Einsatz von Mitteln erfolgt auf Basis nachvollziehbarer Wirkung. Investitionen und Förderungen werden transparent begründet, ihr Nutzen für Betriebe und Allgemeinheit geprüft, Finanzierungen langfristig und verlässlich gesichert.

Mit diesen Themen solltet ihr euch beschäftigen

  • Gemeinsames Verständnis von Wertschöpfung und Allgemeinwohl herstellen
    Entscheidungsgremien und Organisation klären gemeinsam, welchen Beitrag der Tourismus über Umsätze hinaus für Betriebe, Infrastruktur und Lebensqualität leisten soll.
  • Investitionen und Förderungen abwägen und bewusst entscheiden
    Entscheidungen über Investitionen und öffentliche Mittel werden nachvollziehbar vorbereitet. Kriterien, Annahmen und erwartete Wirkungen werden offengelegt. Unterschiedliche Interessen und Nutzen werden sichtbar gemacht und bewusst abgewogen.
  • Finanzierungen langfristig sichern und transparent machen
    Finanzierungsmodelle werden auf Kontinuität ausgelegt. Mittelherkunft, Zweckbindung und zeitliche Perspektiven werden klar benannt, um Vertrauen und Planungssicherheit zu schaffen.

Diese Fragen könnt ihr euch außerdem stellen

  • Woran lässt sich konkret festmachen, ob wirtschaftliche Maßnahmen tatsächlich einen Nutzen für die Region und die Lebensqualität für alle erzeugen?
  • Wie gut gelingt es, Investitionen und Förderungen so zu begründen, dass sie für Politik, Betriebe und Öffentlichkeit nachvollziehbar sind? Wie legitimiert die DMO ihre Arbeit und den Einsatz von öffentlichen Mitteln?

Wie macht das die Sonnenhügel Tourismus GmbH?

Seit die Sonnenhügel Tourismus GmbH das Thema Allgemeinwohl gemeinsam mit Erlebnis- und Lebensqualität im Blick hat, setzt sie ihr Budget noch wirkungsorientierter ein und bespricht in der Vorstandssitzung neue Kennzahlen.

Zum Beispiel werden die Ausgaben für die Tourismusakzeptanzsteigerung oder für die Unterstützung regionaler Wertschöpfungsketten als positive Investition besprochen – nicht nur als Kosten. Der Zuschuss an den lokalen Busunternehmer für den Wander-Shuttle? Keine Subvention, sondern ein Beitrag zur Erreichbarkeit der Destination und zur Entlastung der Parkplätze.

Die wirkungsorientierte Budgetverwendung zeigt sich zum Beispiel bei der Entscheidung über die Förderung eines neuen Rad- und Wegenetzes, das mehrere Orte miteinander verbindet. Das Projekt ist kostenintensiv und wird politisch unterschiedlich bewertet. Geschäftsführerin Katharina Seidl macht transparent, welche Betriebe profitieren, welche Verbesserungen für Einheimische und Gäste entstehen und wie das Projekt zur Entlastung sensibler Naturräume beitragen kann.

Aktuell werden zudem Finanzierungsstrukturen besprochen, die mehr Menschen eine unbefristete Festanstellung erlauben. Rund ein Viertel des Teams wird aktuell über Mittel von Förderprojekten beschäftigt – das möchte Katharina Seidl gerne ändern, um Sicherheit zu schaffen und Talente zu halten.

 

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