Wie macht das die Sonnenhügel Tourismus GmbH?
Unter dem Stichwort „ErLebensraum Heimat“ organisiert Sofia Romano von der Sonnenhügel Tourismus GmbH regelmäßig Dialogformate für Einheimische und Gäste. Auch der Bürgermeister ist dabei. Ihm ist wichtig, dass der Tourismus in der Bevölkerung als bereichernd wahrgenommen wird – und sein Ort für Gäste und Einheimische gleichermaßen attraktiv ist.
Ein Beispiel ist das Freizeitzentrum Heuberg mit Kletterwald. Das Team holte Feedback von Gästen und Einheimischen frühzeitig mit Umfragen und in einem Dialogforum ein. So wurden die Bedürfnisse von Familien und Schulklassen einbezogen, aber auch die Sorgen von Anwohnenden vor der Überlastung der Zufahrtsstraße berücksichtigt.
In Sonnenhügel führt ein beliebter Wanderweg direkt an einem Bauernhof vorbei. Immer wieder kam es zu Konflikten: Gäste ließen Hunde freilaufen, pflückten Obst oder parkten Einfahrten zu. Die Lösung? Ein freundliches Schild am Wegesrand: „Du bist hier zu Gast – bei Familie Huber. Die Kühe freuen sich über Abstand, der Hund bleibt an der Leine, und das Obst schmeckt am besten vom Hofladen nebenan.“ Dazu ein QR-Code zum Hofladen mit 10% Rabatt für Wanderer. Ergänzend findet positiv-humorvolle Kommunikation dazu auf Social Media statt. Das Ergebnis: weniger Beschwerden, mehr Umsatz im Hofladen – und Gäste, die sich willkommen fühlen, statt zurechtgewiesen.
Gemeinsamer Lebens- und Erlebnisraum heißt für Produktmanager Johannes Brenner auch: Angebote für alle schaffen. Unter dem Motto “Sonnenhügel für Alle” setzt er Barrierefreiheit in die Praxis um, etwa im Freizeitbad oder bei den neuen Komfortwanderwegen. Wo es Grenzen gibt, wird das früh kommuniziert – so entstehen keine falschen Erwartungen.