Wie macht das die Sonnenhügel Tourismus GmbH?
„Am Tourismus verdienen doch nur ein paar Hotels – und uns bringt’s nix!“ Diese Meinung hörte das Team der Sonnenhügel Tourismus GmbH von Einheimischen immer wieder. Was also tun? Zuerst hat das Team um Geschäftsführerin Katharina Seidl geprüft, wo und wie Tourismus die regionale Wirtschaft stärkt und wo es noch Potenzial gibt.
Eine in Auftrag gegebene Analyse zeigt: Effekte für gemeinsam genutzte Infrastruktur wie Einzelhandel, Kultureinrichtungen, Gastronomie und Radwege lassen sich belegen. Wenn der Nutzen nicht sichtbar wird, entsteht schnell das Gefühl, dass nur wenige profitieren. Dem will das Team entgegenwirken.
Sofia Romano hat deshalb die Dialogformate „ErLebensraum Heimat“ erweitert. Aber sie weiß auch: Wer zu solchen Veranstaltungen kommt, ist ohnehin schon interessiert. Den Großteil der Bevölkerung erreicht man so nicht. Deshalb setzt die DMO zusätzlich auf Formate, die im Alltag ankommen: eine Beilage im lokalen Gemeindeblatt mit konkreten Zahlen („Was der Tourismus für Sonnenhügel bedeutet“), Plakate an der Bushaltestelle („Dieser Bus fährt auch dank Gästekarte“) und kurze Geschichten im Schaukasten am Rathaus – etwa über den Metzger, dessen Lieferungen an Hotels ein Drittel seines Umsatzes ausmachen.
Der Bürgermeister unterstützt das aktiv. Seine Haltung: Der Nutzen des Tourismus muss bei den Menschen ankommen – nicht nur als Zahl in einer Präsentation, sondern als spürbare Verbesserung im Alltag.