C3 – Regionale Wirtschaftskreisläufe und Nutzen für alle

Eine zukunftsfähige DMO gestaltet touristische Wertschöpfung so, dass sie der gesamten Destination zugutekommt. Regionale Wirtschaftskreisläufe werden gestärkt, Infrastruktur wie ÖPNV, Rad- und Wanderwege, Naherholungsräume und Kulturangebote werden erhalten und weiterentwickelt. Der Einsatz öffentlicher Mittel wird transparent gemacht und der Nutzen des Tourismus für Gäste und Einheimische sichtbar.

Mit diesen Themen solltet ihr euch beschäftigen

  • Regionale Wirtschaftskreisläufe gezielt stärken
    Touristische Wertschöpfung wird so gestaltet, dass sie möglichst in der Region verbleibt und Betriebe vor Ort entlang der Wertschöpfungskette einbindet.
  • Nutzen touristischer Wertschöpfung für den Lebensraum sichtbar machen
    Es wird nachvollziehbar dargestellt, wie touristische Aktivitäten zur Lebensqualität in Stadt und Region beitragen – etwa durch Infrastruktur, Angebote oder öffentliche Räume, die von allen genutzt werden.
  • Tourismus zur Sicherung und Weiterentwicklung gemeinsamer Infrastruktur und Kulturförderung nutzen
    Die touristische Nachfrage wird genutzt, um Infrastruktur wie ÖPNV, Rad- und Wanderwege, Naherholungsräume oder Kulturangebote zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Diese Fragen könnt ihr euch außerdem stellen

  • Wer profitiert konkret von touristischer Wertschöpfung – und wie lässt sich sicherstellen, dass so viel wie möglich davon in der Destination verbleibt?
  • Werden touristische Angebote im Alltag von Einheimischen tatsächlich genutzt und als sinnvoll erlebt? Wie lässt sich einfacher Zugang sicherstellen?

Wie macht das die Sonnenhügel Tourismus GmbH?

„Am Tourismus verdienen doch nur ein paar Hotels – und uns bringt’s nix!“ Diese Meinung hörte das Team der Sonnenhügel Tourismus GmbH von Einheimischen immer wieder. Was also tun? Zuerst hat das Team um Geschäftsführerin Katharina Seidl geprüft, wo und wie Tourismus die regionale Wirtschaft stärkt und wo es noch Potenzial gibt.

Eine in Auftrag gegebene Analyse zeigt: Effekte für gemeinsam genutzte Infrastruktur wie Einzelhandel, Kultureinrichtungen, Gastronomie und Radwege lassen sich belegen. Wenn der Nutzen nicht sichtbar wird, entsteht schnell das Gefühl, dass nur wenige profitieren. Dem will das Team entgegenwirken.

Sofia Romano hat deshalb die Dialogformate „ErLebensraum Heimat“ erweitert. Aber sie weiß auch: Wer zu solchen Veranstaltungen kommt, ist ohnehin schon interessiert. Den Großteil der Bevölkerung erreicht man so nicht. Deshalb setzt die DMO zusätzlich auf Formate, die im Alltag ankommen: eine Beilage im lokalen Gemeindeblatt mit konkreten Zahlen („Was der Tourismus für Sonnenhügel bedeutet“), Plakate an der Bushaltestelle („Dieser Bus fährt auch dank Gästekarte“) und kurze Geschichten im Schaukasten am Rathaus – etwa über den Metzger, dessen Lieferungen an Hotels ein Drittel seines Umsatzes ausmachen.

Der Bürgermeister unterstützt das aktiv. Seine Haltung: Der Nutzen des Tourismus muss bei den Menschen ankommen – nicht nur als Zahl in einer Präsentation, sondern als spürbare Verbesserung im Alltag.

 

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