D1 – Ethisches Verhalten gegenüber Gästen und Einheimischen

Für die einen ist die Destination dauerhafte Heimat, für die anderen Wohnung auf Zeit.

Dabei wollen aber alle das Gleiche – einen Lebensraum mit all seinen Facetten genießen. Daher ist es künftig unabdingbar, Gäste und Einheimische gemeinsam zu denken und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Für die DMO sind beide Gruppen zentral – zum einen als wirtschaftliche Grundlage, zum anderen als authentische Gastgeber und zufriedene Gäste.

Matrix für nachhaltige Destinationsentwicklung - Feld D1
Matrix für nachhaltige Destinationsentwicklung – Feld D1

Mit welchen Fragen solltet ihr euch in diesem Zusammenhang beschäftigen?

  • Werden Gäste und Einheimische in die Angebotsgestaltung mit einbezogen?
  • Können Angebote von Tourist*innen und Einheimischen gleichermaßen in Anspruch genommen werden? Wie werden beide Zielgruppen angesprochen?
  • Wird das Angebot ehrlich und transparent kommuniziert?
  • Werden Aspekte der Barrierefreiheit berücksichtigt (z. B. für Kinderwagen, Rollstühle, Gehörlose, digitale Barrierefreiheit)?
  • Gibt es ökologisch verträgliche Angebote für wirtschaftlich schwächere Zielgruppen?

Wer hat sich schon damit beschäftigt?
Good Practice Beispiele

Blauer Lattich auf einer Wiese
Inklusion

Naturschätze entdecken für Alle

In den Naturschutzgebieten von Altmühl, Donau und Hallertau finden seltene Pflanzen und Tieren Platz zum Leben. Bei spannenden Führungen mit Naturführer*innen, Ranger*innen und Gebietsbetreuer*innen oder in den Natur-Erlebniswelten in den Tourist-Informationen erfahren Gäste und Einheimische, warum der Erhalt der Natur und Rücksicht auf deren Bewohner so wichtig ist. Damit jeder die Naturschätze Bayerns entdecken kann, wird stetig am Ausbau der Barrierefreiheit gearbeitet.

Handbikerin und Radfahrerin unterwegs auf einer Brücke am Waginger See
Ein Angebot für alle

Handbike-Touren im Chiemgau

Handbike-Fans treffen im Chiemgau auf sieben gut ausgeschilderte Touren speziell für Handbikes. Handbike-Fahrer*innen aus der Region haben die Touren mehrfach selbst getestet und bei der Konzeption aktiv mitgearbeitet. Entlang der Routen finden sich barrierefreie Einkehrmöglichkeiten und Toiletten.

Bild von Anna Schaffelhuber von der Seite mit schwarzem Cap und rotem T-Shirt
Sommerferienerlebnis

Anna Schaffelhuber Grenzenlos Camp

Das Anna Schaffelhuber Grenzenloscamp bietet Jugendlichen im Alter von 14 bis 21 Jahren, egal ob mit oder ohne körperlicher Behinderung ein unvergessliches Sommerferienerlebnis an. Fünf Tage lang gibt es Action in Form von aufregenden Sporterlebnissen und spannendem Medien-Know-how rund um Film und Fotografie. Es werden einzigartige Workshops in Zusammenarbeit mit Partnern entwickelt und sind darauf ausgerichtet, die Teilnehmenden bestmöglich zu fördern. Während des Camps werden wertvolle Teamerfahrungen gesammelt und neue Herausforderungen gemeister.

Blick auf das Amberger Congress Centrum
Barrierefrei und der Nachhaltigkeit „fairpflichtet“

Amberger Congress Centrum

Egal ob Gast oder Einheimischer, eine Location barrierefrei mit all ihren Facetten genießen und erleben zu können, schafft nicht nur Zufriedenheit, sondern auch Vertrauen. Das Amberger Congress Centrum hat sich daher wiederholt zertifizieren lassen. Zudem hat sich das Amberger Congress Centrum dem freiwilligen Nachhaltigkeitskodex „fairpflichtet“ angeschlossen. Der von den größten beiden Branchenverbänden der Veranstaltungswirtschaft initiierte Nachhaltigkeitskodex verfolgt das stetige Ziel, unternehmerische Verantwortung für Nachhaltigkeit im Unternehmen und bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zu implementieren.

Ihr kennt weitere gute Beispiele? Schickt sie uns an freund@bayern.info