A1 – Wertschätzende Unternehmenskultur und sinnvolle Strukturen

Eine zukunftsfähige DMO braucht eine wertschätzende Unternehmenskultur mit klaren, sinnvollen Strukturen. Das bedeutet: transparente Zuständigkeiten, nachvollziehbare Entscheidungen und Anerkennung im Arbeitsalltag. Führung sorgt für Orientierung und Sicherheit. Mitarbeitende bringen ihre Vielfalt und Stärken ein, entwickeln sich weiter und arbeiten unter gesundheitsfördernden Bedingungen.

Mit diesen Themen solltet ihr euch beschäftigen

  • Rollen, Zuständigkeiten und Entscheidungslogiken klären
    Alle im Team wissen, wer wofür verantwortlich ist, wer Entscheidungen trifft und wie sie zustande kommen. Grauzonen werden aktiv benannt und geklärt.
  • Führung aktiv gestalten und Verantwortung übernehmen
    Führung sorgt für Orientierung und Sicherheit. Führungskräfte moderieren Konflikte, treffen Entscheidungen und bearbeiten Spannungen selbst – statt sie an Mitarbeitende weiterzugeben.
  • Personalentwicklung systematisch verankern
    Entwicklung ist fester Bestandteil der Zusammenarbeit. Es gibt regelmäßige Gespräche, Feedbackformate und Lernangebote, die bewusst in die Arbeitszeit integriert sind. Sie fördern, dass Mitarbeitende ihre Stärken einbringen und ausbauen können.

Diese Fragen könnt ihr euch außerdem stellen

  • Wie lassen sich Konfliktsituationen im Team als Wachstumsimpulse nutzen? Wo wird ein harmonisches Miteinander mit dem Vermeiden notwendiger Konflikte verwechselt?
  • Welche unausgesprochenen Erwartungen prägen die Zusammenarbeit – etwa zu Erreichbarkeit, Engagement oder Loyalität? Wie lassen sie sich sichtbar machen?

Wie macht das die Sonnenhügel Tourismus GmbH?

„Nur wenn es unseren Mitarbeitenden gut geht, können wir gute Arbeit leisten“, dieses Motto hat Katharina Seidl als Geschäftsführerin der Sonnenhügel Tourismus GmbH immer im Blick. Ganz wichtig ist, dass Rollen und Zuständigkeiten geklärt sind und alle ihre Stärken einbringen können.

In der Vergangenheit haben Mitarbeitende wiederholt über zu viel Arbeitsbelastung geklagt. Dafür gibt es nun einen Übersichtsplan im Flur, der zeigt, wer gerade mit wieviel Zeitaufwand an einem Projekt arbeitet. In den wöchentlichen Teammeetings wird offen besprochen, wer gerade wo steht und wer Unterstützung braucht. Das hilft auch Johannes Brenner, der in Teilzeit arbeitet. Er stimmt sich offen mit dem Team ab, wie seine Aufgaben mit seinen familiären Verpflichtungen vereinbar bleiben.

Ergänzend hat sich auch eine Arbeitsgruppe „Prozessoptimierung” gebildet, die interne Abläufe unter die Lupe nimmt und prüft, wo digitale Tools unterstützen können.

Seitdem hat sich die Zufriedenheit messbar verbessert und die Krankmeldungen nehmen ab.

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