A3 – Wirkungsorientiertes Arbeiten in der DMO

Eine zukunftsfähige DMO richtet Ziele und Maßnahmen konsequent auf Wirkung aus und macht den Beitrag jeder Rolle sichtbar. Mitarbeitende wissen, wofür sie arbeiten, verfügen über relevante Informationen und setzen ihre Fähigkeiten gezielt ein. Projekte werden wirkungsorientiert gesteuert, Feedback und Lernen sind fest verankert. So entsteht ein nachvollziehbarer Beitrag zur Wertschöpfung und zur Lebensqualität in der Destination.

Mit diesen Themen solltet ihr euch beschäftigen

  • Wirkungsziele definieren
    Ziele sind so formuliert, dass erkennbar wird, welchen Beitrag sie zur Wertschöpfung und Lebensqualität in der Destination leisten. Maßnahmen sind kein Selbstzweck, sondern Mittel, um die Ziele zu erreichen.
  • Beitrag sichtbar machen
    Mitarbeitende wissen, wofür ihre Arbeit relevant ist und welchen Beitrag ihre Rolle zur Gesamtwirkung der DMO leistet. Zuständigkeiten, Schnittstellen und Verantwortungsbereiche sind klar.
  • Zugang zu Informationen sicherstellen
    Mitarbeitende verfügen über die Informationen, Daten und Rückmeldungen, die sie benötigen, um Projekte wirksam zu steuern und sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

Diese Fragen könnt ihr euch außerdem stellen

  • Weiß die DMO wirklich, ob und wie ihre Arbeit zur Wertschöpfung für die Destination oder zur Lebensqualität von Einwohnerinnen, Einwohnern und Gästen beiträgt?
  • Wie wird sichergestellt, dass Mitarbeitende mit ihrer Arbeit tatsächlich Wirkung entfalten können – durch klare Ziele, passende Kompetenzen und Zugang zu relevanten Informationen?

Wie macht das die Sonnenhügel Tourismus GmbH?

“Wofür machen wir das genau?” – Diese Frage steht als Leitfrage über jedem Projektmeeting, das Johannes Brenner als Produktmanager der Sonnenhügel Tourismus GmbH anleiten darf. So stellt er sicher, dass Maßnahmen auf die strategische Zielsetzung ausgerichtet sind. Klar spielen Zeit, Budget und Umsetzbarkeit auch eine Rolle. Aber zuerst kommt immer das „Warum?“. So bleibt der rote Faden sichtbar – auch wenn es hektisch wird.

Alle Mitarbeitenden haben Zugang zu den Daten, die sie für ihre Arbeit brauchen. Klingt simpel, war es aber nicht. Früher lagen Gästebefragungen, Übernachtungszahlen und Feedback aus Betrieben in verschiedenen Ordnern und Köpfen verteilt. Jetzt gibt es ein gemeinsames Dashboard, auf das alle zugreifen können – aktuell, übersichtlich, ohne Nachfragen.

Als Geschäftsführerin sieht Katharina Seidl sich als Brückenbauerin zwischen den Abteilungen: Alle im Team sollen ihren Beitrag zu Vision und Zielen der Destination kennen und nicht einfach nur “vor sich hinwurschteln”.

Konkret umgesetzt: In der Jahresplanung formuliert jedes Teammitglied, wie die eigene Arbeit auf die Zukunftsmatrix einzahlt. Sofia Romano zum Beispiel hat für sich definiert: „Meine Dialogformate tragen dazu bei, dass die Bevölkerung den Tourismus als Bereicherung erlebt – nicht als Belastung.“ Das macht den eigenen Beitrag greifbar und motiviert.

Um eine lebendige Feedback- und Lernkultur zu gestalten, finden einmal monatlich Reflexionsformate statt, bei denen das Team sich fragt: „Wo stehen wir heute?”, „Was läuft schon gut?” oder „Was können wir in Zukunft besser machen?”. Die wichtigsten Erkenntnisse landen direkt in der Arbeitsplanung – und werden im nächsten Meeting wieder aufgegriffen.

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