E1 – Aktive Netzwerkarbeit mit weiteren Partnern

Eine zukunftsfähige DMO baut aktiv Partnerschaften auf – mit benachbarten Destinationen, der Landesorganisation, Kommunen, Verkehrsverbünden, Hochschulen, Vereinen und weiteren Akteuren außerhalb des klassischen Tourismus. Dabei lohnt es sich, auch „out of the box“ zu denken: Wer könnte ein unerwarteter Partner sein? Bestehende Kooperationen werden verlässlich und auf Augenhöhe gepflegt. Zuständigkeiten, Ansprechpartner und Entscheidungswege sind geklärt. Wissen wird geteilt, gemeinsame Arbeitsgruppen und Lernformate schaffen Mehrwert für alle Beteiligten.

Mit diesen Themen solltet ihr euch beschäftigen

  • Neue Partnerschaften suchen und bestehende pflegen
    Die DMO identifiziert aktiv potenzielle Partner und baut Kooperationen in der Region und darüber hinaus auf. Dabei werden Partnerschaften sowohl mit klassischen Akteuren des Tourismus als auch über die engere Branche hinaus aufgebaut.
  • Dialog mit Partnern aktiv und regelmäßig gestalten
    Bestehende Partnerschaften werden durch zielgerichtete Maßnahmen lebendig gehalten. Der Austausch mit Partnerinnen und Partnern findet kontinuierlich statt und ist ein fester Teil der Zeitplanung, etwa in Form von Netzwerktreffen oder regelmäßigen Gesprächen.
  • Gemeinsame Arbeitsgruppen und Lernformate etablieren
    Die DMO nimmt regelmäßig an Arbeitsgruppen und Lernformaten zu Themen wie Kommunikation, Daten- oder Qualitätsmanagement teil, um Neues zu lernen und Wissen zu teilen.

Diese Fragen könnt ihr euch außerdem stellen

  • Welche strategischen und operativen Partner fehlen noch im Netzwerk? Wer wäre ein Partner, an den bisher noch niemand gedacht hat?
  • Welche wertvollen Praxiserfahrungen hat die DMO gemacht, die sie in Branchennetzwerke einbringen kann?

Wie macht das die Sonnenhügel Tourismus GmbH?

“Wir übernehmen Verantwortung und verstehen uns als Netzwerkorganisation” – diese beiden Aspekte findet Katharina Seidl in einem modernen Destinationsverständnis besonders wichtig. Sie ist deswegen selbst gerne als Impulsgeberin bei Tourismustagen anderer Regionen zu Gast und berichtet von ihren Erfolgen, aber auch Rückschlägen in der Destinationsarbeit.

Um das Selbstverständnis als “DMO 4.0” zu leben, hat im Team jede und jeder konkrete Netzwerkaufgaben und feste Termine. Netzwerken ist kein Extra – sondern ein fester Teil des Jobs.

Mit wem arbeitet die Sonnenhügel Tourismus GmbH zusammen? Ein Überblick:

  • Benachbarte DMOs: Regelmäßiger Austausch zu gemeinsamen Herausforderungen wie Besucherlenkung und Fachkräftemangel. Daraus entstehen auch gemeinsame Projekte wie der 10-Seen-Radweg.
  • Landesorganisation: Teilnahme an Arbeitsgruppen, Nutzung von Qualifizierungs- und Netzwerkangeboten.
  • Kommunen und Landkreis: Abstimmung zu Infrastruktur, Flächennutzung und Förderprogrammen. Der Bürgermeister ist regelmäßig im Austausch mit Katharina Seidl.
  • Verkehrsverbund: Gemeinsame Entwicklung des Wander-Shuttles und Abstimmung zu Fahrplänen in der Saison.
  • Hochschule: Ein Seminar der örtlichen Hochschule für angewandte Wissenschaften hat im letzten Jahr Besucherlenkungskonzepte für Sonnenhügel entwickelt – „win-win“ für beide Seiten.
  • Naturschutzverbände und Forstamt: Partner in der Interessengemeinschaft „Tourismus trifft Natur“.
  • Unerwartete Partner: Die örtliche Volkshochschule bietet jetzt Kurse für Gäste an – von Kräuterwanderungen bis Dialekt-Schnupperkurse. Entstanden aus einem Gespräch beim Neujahrsempfang.

Katharina Seidls Tipp: „Nicht nur fragen: Wen brauchen wir? Sondern auch: Wer könnte von einer Zusammenarbeit mit uns profitieren? Das öffnet Türen, an die man vorher nicht gedacht hat.“

 

Newsletter

Bleibt auf dem Laufenden! Unser Partner-Newsletter informiert euch regelmäßig und kostenlos über relevante Themen, Trends und Termine.

Anmelden