E3 – Ressourcen bündeln und gemeinsam bessere Ergebnisse erzielen

Eine zukunftsfähige DMO bündelt Ressourcen mit Partnern wie der Landesorganisation, benachbarten DMOs und weiteren Akteuren, um gemeinsam bessere Ergebnisse zu erzielen. Dazu werden Angebotsbündel entwickelt, Kampagnen koordiniert und Wissen geteilt. Qualifizierungs- und Serviceangebote werden gemeinsam genutzt. Fördermittel werden, wenn möglich, gemeinsam beantragt und Projekte gemeinsam umgesetzt – etwa bei Digitalisierung, der Erhebung oder Pflege von Daten sowie Qualitätsstandards. Ziele und Kennzahlen werden vorab definiert, damit Wirkung sichtbar wird.

Mit diesen Themen solltet ihr euch beschäftigen

  • Gemeinsame Angebotsbündel mit Partnern entwickeln
    Mit der Landesorganisation, benachbarten DMOs und weiteren Partnern werden Angebotsbündel entwickelt und Kampagnen sowie Distribution koordiniert. So entstehen Reichweite und Wirkung, die einzelne Akteure allein nicht erreichen würden.
  • Angebote zu Service, Qualifizierung und Wissenstransfer nutzen
    Angebote von Landes- und Bundesorganisationen sowie weiteren Partnern zu Service, Qualifizierung und Wissenstransfer werden aktiv genutzt und für die Destination anschlussfähig gemacht – statt parallele Strukturen aufzubauen. Wissen wird geteilt, Standards werden gemeinsam entwickelt und in die Praxis gebracht.
  • Gemeinsame Projekte ermöglichen und Wirkung sichtbar machen
    Fördermittel werden gemeinsam erschlossen, um Vorhaben umzusetzen, die allein nicht finanzierbar wären – etwa Innovationsprojekte zu Digitalisierung, Datengenerierung und -pflege oder Qualitätsstandards. Gemeinsame Ziele und Kennzahlen sorgen dafür, dass Kooperationen messbar Wirkung entfalten.

Diese Fragen könnt ihr euch außerdem stellen

  • Wo werden Aktivitäten sinnvoll gebündelt – und wie lässt sich das auf weitere Bereiche übertragen?
  • Wie gut nutzt die DMO bestehende Strukturen, Programme und Förderangebote ihrer Partner wirklich?

Wie macht das die Sonnenhügel Tourismus GmbH?

“Wir haben doch so viele Schnittmengen mit anderen – warum nutzen wir das nicht besser?“ Diesen Gedanken hatte Geschäftsführerin Katharina Seidl schon häufiger. Immer mehr Projekte werden daher mit Partnern aus der Wirtschaft oder überregional durchgeführt. So kann die Sonnenhügel Tourismus GmbH Ressourcen sinnvoll einsetzen, eigene Stärken einbringen und von der Expertise anderer profitieren.

Ein Beispiel ist der neue 10-Seen-Radweg als Mehrtagestour durch mehrere Nachbarregionen. Dafür wurde eine Projektgruppe gegründet, die gemeinsam die Kosten für Marktforschung, Konzeption und Kommunikation trägt, die gemeinsame Reichweite für die Vermarktung nutzt und damit letztendlich professioneller aufgestellt ist, als wenn jeder allein einen Radweg geplant hätte.

Bei großen Themen prüft Katharina Seidl zudem immer, ob es nicht schon ein Förderprojekt oder ein Innovationsvorhaben gibt, dem sie sich anschließen kann. Schließlich muss sie die Digitalisierung oder andere große Themen nicht allein meistern.

 

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