Netzwerkln - Austausch über Themen der täglichen Arbeit
Netzwerkln: Austausch über Themen der täglichen Arbeit © erlebe.bayern – Gert Krautbauer
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Ann-Kathrin Leip
Unit Lead Partnermanagement
Netzwerken

Netzwerkln? Netzwerk-Event mal anders

Falls Sie nach dieser Überschrift nun gedacht haben, es gibt hier einen Beitrag über die Organisation, Vorbereitung und Abstimmung im Voraus, muss ich Sie leider enttäuschen. Nein, ich möchte über das Event selbst schreiben, die Stimmung vor Ort, die Gespräche mit Tourismus-Partner*innen, das persönliche Vernetzen und das tolle Gefühl auf der Heimfahrt.

22.12.2021
Ann-Kathrin Leip
Lesezeit ~6 Minuten

Aber was genau hat es eigentlich
mit netzwerkln auf sich?

Netzwerkln ist eine Wortfindung, die sich aus den beiden Begriffen „Netzwerken“ und „Werkln“ zusammensetzt. Wir möchten mit diesem Format eine Plattform schaffen, bei der das bewusste Kennenlernen unserer bayerischen Partner*innen untereinander und mit den Kolleg*innen der BayTM im Fokus steht. Um den Gesprächs-Einstieg etwas zu vereinfachen und Impulse zu geben, kommt das „werkln“ ins Spiel. Abgestimmt mit der Gruppe wird der Nachmittag jeweils unter ein Fokus-Thema gestellt. Damit auch die Atmosphäre zu diesem etwas anderen Format passt, laden wir uns in die vier Wände unserer Bayern-Botschafter ein. So schaffen wir nicht nur einen ungezwungenen, gemütlichen Rahmen, sondern auch eine sichtbare Verbindung zum Herzstück unserer Arbeit.

Wie kann man sich das in der Praxis vorstellen?

In bewusst kleiner Runde trafen wir uns an einem Mittwochnachmittag bei unserer Bayern-Botschafterin Barbara Stadler (Designerin und Besitzerin der Wirtshaus-Boutique „Diese Elli“) im Wirtshaus ihrer Eltern in Anzing. Bereits bei der Begrüßung war schon eine vorsichtige Erwartung und Neugierde zu spüren, was denn heute passieren wird. Natürlich war bei allen die Begeisterung groß, sich endlich wieder persönlich zu treffen.

Da das Wetter mitspielte, starteten wir mit der offiziellen Begrüßungsrunde direkt an der frischen Luft, auf der Terrasse des Kirchenwirts. Ein tolles Gefühl, dem Gegenüber, natürlich mit entsprechendem Abstand, auch mal wieder ohne Maske ins Gesicht schauen zu können. Um selbst Teil der Gruppe zu werden, haben wir meine Kolleginnen Helena Götze, Sophia Buckl und ich uns einen neutralen Moderator zur Unterstützung dazu geholt. Daher habe ich nach einem kurzen Überblick zum Ablauf des Nachmittags direkt das Wort weitergegeben. Durch die angenehme Gruppengröße hatten wir die Gelegenheit, dass sich jeder Teilnehmende kurz persönlich vorstellt und auf Themen seiner/ihrer täglichen Arbeit eingeht, die ihn oder sie aktuell beschäftigen. Einige Beispiele sind die Situation mit Corona, der Kontakt mit den Leistungsträgern vor Ort oder die Auswirkungen des Wetters auf mögliche Saisonverlängerungen.

Es war spannend zu sehen bzw. zu hören, wie unterschiedlich und gleichzeitig doch ähnlich die Themen sind, die die Teilnehmenden beschäftigen. Gerade, weil wir innerhalb der Gruppe einen guten Querschnitt aus der Branche abgedeckt haben, sowohl aus dem Destinationsbereich, den Städten aber auch aus der Hotellerie. Auch Gastgeberin Barbara stellte sich kurz vor. Mit einem Einblick in ihr Handwerk und die Zusammenarbeit mit der BayTM begeisterte sie die gesamte Gruppe und schürte die Vorfreude auf den Ausklang des Nachmittags.

Worüber wurde denn genetzwerklt?

Rückblickend ist es nicht überraschend, dass sich ein Thema als Fokus für den Nachmittag herauskristallisiert hat. Der Fachkräftemangel findet sich bei allen Teilnehmer*innen, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung, wieder. Das Thema für das „netzwerkln“ war gefunden. Die „Arbeitsphase“ fand in einem der Räume des Kirchenwirts statt. Spannend war für mich zu sehen, dass es für den Einstieg in die Diskussionsrunde keinen Impuls unseres Moderators brauchte. Durch die ausführliche Vorstellungsrunde entstanden beim Locationwechsel schon tiefere Gespräche zwischen einzelnen Teilnehmer*innen, welche anschließend im Stuhlkreis auf die gesamte Gruppe übergeschwappt sind. Das ist, denke ich, auch einer der Gründe, warum der Abend – aus meiner Sicht – so erfolgreich war. Wir hatten begeisterte Teilnehmende, die ihre eigenen Gedanken eingebracht, Ideen weitergesponnen und ergänzt haben. Als Teil der Gruppe habe auch ich meine Erfahrungen aus dem Studium sowie dem anschließenden Berufseinstieg einbringen können. Wir haben gemeinsam versucht, die verschiedenen Ursachen des Fachkräftemangels zu definieren und darauf aufbauend Ideen und Lösungsvorschläge gesucht, um diesem entgegenzuwirken. Dabei kamen wir von kreativ gestalteten Stellenausschreibungen über Incentives, die auf die Zielgruppe der Bewerber*innen zugeschnitten sind, hin zu verschiedenen Events zum Branchen-Kennenlernen bereits in der Schulzeit. Das alles waren nicht nur wilde Ideen und Hirngespinste (nicht, dass das etwas Schlechtes wäre), sondern auch Varianten die bereits (mal mehr, mal weniger erfolgreich) ausprobiert wurden. Die lockere Stimmung innerhalb der Runde schaffte eine vertrauensvolle Basis, die es auch möglich machte, über Fehlschläge offen zu berichten.

Ich hoffe, dass nicht nur wir interessante Impulse für unsere weitere Arbeit mitnehmen konnten, sondern auch unsere Teilnehmenden neue Sichtweisen mitgenommen haben und an der ein oder anderen Stelle auf ihre tägliche Arbeit übertragen können! Für eine allumfassende Lösung für den Fachkräftemangel war der Abend leider zu kurz 😉 Aber wir haben es geschafft, Impulse zu setzen und unsere bayerischen Partner*innen miteinander in den Austausch zu bringen, der auch über diesen Tag hinaus anhält. Vereinfacht gesagt: Verbindungen geschaffen, die bisher nicht da waren!

Und dann sind alle wieder nach Hause?

Natürlich nicht. Den Nachmittag haben wir, nach getaner „Arbeit“ mit zwei großen Punkten ausklingen lassen:
1. Dem Erkunden von Barbaras Showroom (den Ausstellungsflächen ihrer Designs), welcher sich durch das gesamte Wirtshaus zieht.
2. Und einem sehr leckeren Essen gemeinsam am Stammtisch und einem offenen Ende …

Fun Fact: Dass das „netzwerkln“ nicht nur dem Gefühl nach ein tolles Event war, konnten wir bereits gut eine Woche später beim diesjährigen TOURISMUS NETZWERK BAYERN in Rottach-Egern beobachten. Die Teilnehmer*innen fanden sich teilweise auch dort wieder ein und konnten den Spirit des Nachmittags in die Gespräche am Tegernsee übertragen. Denn, man kannte sich halt schon!

Netzwerkln - Unsere Netzwerkln Teilnehmer*innen
Netzwerkln – Unsere Netzwerkln Teilnehmer*innen Foto © erlebe.bayern – Gert Krautbauer
Netzwerkln - Austausch über Themen der täglichen Arbeit
Netzwerkln: Austausch über Themen der täglichen Arbeit © erlebe.bayern – Gert Krautbauer
Netzwerkln - Austausch über Themen der täglichen Arbeit
Netzwerkln – Austausch über Themen der täglichen Arbeit © erlebe.bayern – Gert Krautbauer
Netzwerkln - Mitten im Netzwerkln
Netzwerkln – Mitten im Netzwerkln © erlebe.bayern – Gert Krautbauer
Netzwerkln - Ausklang mit gemeinsamen Abendessen
Netzwerkln – Ausklang mit gemeinsamen Abendessen © erlebe.bayern – Gert Krautbauer
Netzwerkln - Letzte Vorbereitungen
Netzwerkln – Letzte Vorbereitungen © erlebe.bayern – Gert Krautbauer
Netzwerkln - Begrüßungsrunde
Netzwerkln – Begrüßungsrunde © erlebe.bayern – Gert Krautbauer
Netzwerkln - Begrüßungsrunde
Netzwerkln – Begrüßungsrunde © erlebe.bayern – Gert Krautbauer